9000 Euro für die Herkomer-Stiftung

15.07.2013 in Presseberichte. Kommentare deaktiviert für 9000 Euro für die Herkomer-Stiftung.
5500 Euro aus Verkauf von Spenden. Tombola bei Galaabend bringt weiteres Geld

Von Stephanie Millonig

Landsberg An den Mutterturm gelehnt sind eine ganze Reihe von gerahmten Bildern. Der ehemalige Kunstminister Dr. Thomas Goppel hat sie für den Flohmarkt zur Verfügung gestellt. Er ist damit der prominenteste der Spender, die Geschirr, Möbelstücke, Bücher und Bilder gebracht haben, um sie zugunsten der Sanierung des Mutterturms und des Herkomermuseums zur Verfügung zu stellen. „Es sind viele Landsberger da gewesen“, erzählt Claudia Raeder, die Leiterin des Kulturbüros.

„Die Spenden gehen 1:1 der Herkomer-Stiftung zu “, sagt Kulturbürgermeisterin Sigrid Knollmüller gegenüber dem LT. Die Stadt stelle den Platz kostenlos zur Verfügung, der Landkreis entsorge den Müll. Und viele freiwillige Helfer, teilweise aus der Stadtverwaltung, stünden, wie man sehe, an den Ständen, um die Waren zu verkaufen. Ein nicht immer einfaches Unterfangen, denn wenn beim normalen Flohmarkt die Absicht des Verkäufers oft darin liegt, Dinge loszuwerden, gilt es hier möglichst viel für den guten Zweck herauszuschlagen.

Freilich darf’s auch nicht zu teuer werden, Knollmüller glaubt nicht, dass die Drucke und Aquarelle aus Goppels Spende zu ihrem wahren Wert verkauft werden können. Werke des Naturmalers Norman-Will Kerry sind darunter oder von Münchens ehemaligem Zweiten Bürgermeister Winfried Zehetmeier. Was im Trend liegt und Preise erzielt, zeigt sich schnell. …

Bierseidel, Fayencenkrüge, Vasen … das übliche Flohmarkt-Repertoire ist zu finden. Oberbürgermeister Matthias Neuner erwirbt beim Ehepaar Wild, welches den Buchstand betreut, einen Murakami-Roman, seine Tochter hat sich schon einen weißen Hut und einen Muff herausgesucht, Goppel kauft eine Biografie von dem Schauspieler Michael Degen. Neuner will aber auch noch zwei Gemälde aus Goppels Sammlung erwerben.

Auch die Blaskapelle spielt kostenlos

Ein rühriger Mitstreiter für die Sanierung des Ensembles ist für Knollmüller der ehemalige Oberst Rolf Korth, der gegenüber dem Mutterturm wohnt und dem die Notwendigkeit etwas zu tun, täglich ins Auge sticht. Kuchen wird verkauft und auch die Stadtkapelle trägt ihr Scherflein bei, sie spielt ab 10 Uhr kostenlos.

5500 Euro sind es schließlich, die eingehen und es bleibt sogar noch Ware übrig, die in kleineren Aktionen auf dem Herkomer-Anwesen verkauft werden sollen. Die Tombola am Galaabend der Herkomer- Konkurrenz (siehe Bericht oben) bringt laut Knollmüller noch einmal 3500 Euro. (smi)

Quelle: Landsberger Tagblatt vom 15.07.2013 http://www.augsburger-allgemeine.de/landsberg/9000-Euro-fuer-die-Herkomer-Stiftung-id26071466.html, zuletzt aufgerufen am 15.07.2013

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