Danzlmusi und Dudelsack

16.06.2013 in Presseberichte. Kommentare deaktiviert für Danzlmusi und Dudelsack.

Als Gastgeber der diesjährigen Veranstaltung „Musik in der Stadt“ hat Bad Tölz bravourös für Europa geworben. Und nicht zuletzt auch für sich selbst

Von Petra Schneider

„Es ist ein Irrtum, Europa primär als einen Begriff der Politik oder gar der Ökonomie zu sehen. Das, was uns Europäer eint, ist unsere gemeinsame Kultur.“ Um dieses Diktum des ehemaligen Bundespräsidenten Roman Herzog mit Leben zu füllen, treffen sich seit 28 Jahren Musiker aus europäischen Ländern in einer bayerischen Stadt, um gemeinsam zu musizieren. Vor vier Jahren hat sich Bad Tölz beim Bayerischen Musikrat beworben und den Zuschlag erhalten. Seitdem arbeiten Musikschulleiter Harald Roßberger und Veranstaltungsleiterin Susanne Frey-Allgaier am Programm der Europatage der Musik.

Den Abend moderierte Benedikt Schregle, ehemaliges Mitglied des Tölzer Knabenchors und Musikschüler, inzwischen Nachrichtensprecher und Moderator beim BR. Charmant führte er durch die Veranstaltung und würzte sie mit kleinen Anekdoten. Thomas Goppel, Präsident des Bayerischen Musikrats, zeigte sich beeindruckt von dem Programm. „Der heutige Abend ist beispiellos“, lobte Goppel. Sieben, achtmal sei er schon bei den Europatagen dabei gewesen, „aber das, was Tölz hier bietet, hat’s noch nie gegeben.“ Musik gebe das Heimatliche an andere weiter. „Das ist wichtig, denn es gibt nichts schlimmeres, als wenn man sich zu sehr an sich selbst gewöhnt.“ Das Fremdeln müsse aufhören, forderte Goppel, dazu seien die Europatage wie geschaffen. Die Hälfte der in Bayern lebenden Menschen seien Zugezogene. „Wenn wir die stärker einbeziehen, haben wir bei der Umsetzung der europäischen Idee schon viel gewonnen.“

Quelle: Süddeutsche Zeitung vom 16.06.2013, http://www.sueddeutsche.de/muenchen/wolfratshausen/bad-toelz-danzlmusi-und-dudelsack-1.1697897, zuletzt aufgerufen am 19.06.2013

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