CSK-Sprecher Goppel: „Fundamentalistische Christen gibt es nicht!“

26.07.2011 in Pressemitteilungen. Kommentare deaktiviert für CSK-Sprecher Goppel: „Fundamentalistische Christen gibt es nicht!“.

München – Dankbar für das Wort zum Sonntag in der ARD am vergangenen Samstag äußert sich der Sprecher der ChristSozialen Katholiken (CSK) in der CSU, Dr. Thomas Goppel, MdL:

„Pfarrerin Adelheid Ruck-Schröder aus Saarbrücken hat recht: Fundamentalistische Christen gibt es nicht, kann es nicht geben. Zu einer solchen Schlussfolgerung kann jemand nur kommen, wenn er ein völlig falsches Bild vom christlichen Glauben hat.“

Ausgangspunkt der „Frohen Botschaft“ und von daher des christlichen Lebensauftrags für den Menschen ist das Wohl des Nächsten, nicht seine Gängelung oder gar Vernichtung. Wir alle, jeder Mensch hat seinen Wert und seine Würde, als Abbild der Liebe Gottes. Er und sie können damit individuell ganz anders, ganz unterschiedlich sein, so eben, wie es die persönliche Lebensführung vorgibt. Jede(r) von uns steht dabei für den Anderen/die Andere mit in der Pflicht: In der Gemeinschaft den individuell besten Grad der Tüchtigkeit zu erreichen, ist und bleibt das Ziel – ein Leben lang und für alle.

Goppel: „Wenn sich der norwegische Massenmörder auf religiöse Beweggründe beruft, sie im christlichen Gedankengut verankert glaubt, ist er nicht Christ. Das Recht jedenfalls, sich auf Beweggründe der christlichen Weltanschauung damit stützen zu können, dass man anderen das Lebensrecht abspricht, hat niemand.“

Vor diesem Hintergrund verwahren sich Christen in aller Welt zu Recht, zu Attentätern, Meuchelmördern oder Lebensschändern degradiert zu werden. Wenn es ein Alleinstellungsmerkmal für Christen im Wettbewerb mit anderen Ideologien und Weltanschauungen gibt, dann ist es der absolut garantierte Anspruch auf Lebensrecht für den Einzelnen, auf den Schutz des eigenen Lebens auch durch alle Gleichgesinnten. Mit Sorge sehen die Mitglieder des Gesprächskreises CSK in der CSU, dass Ideologen, Fanatiker und Begriffsverwirrer als Trittbrettfahrer zum Osloer Attentat versuchen, zusätzlich Unfrieden in der Welt zu stiften.

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