Goppel zur PID Abstimmung: „Kein Ausrufezeichen für die Würde“

07.07.2011 in Pressemitteilungen. Kommentare deaktiviert für Goppel zur PID Abstimmung: „Kein Ausrufezeichen für die Würde“.

München – Der Sprecher der ChristSozialen Katholiken (CSK) in der CSU, Dr. Thomas Goppel, MdL zur heute im Deutschen Bundestag getroffenen Entscheidung zur Präimplantationsdiagnostik:

„Das Ergebnis der Abstimmung für die Präimplantationsdiagnostik (PID) macht deutlich, dass sich in Deutschland seit 1945, vor allem aber seit 1990, die Koordinaten weit verschoben haben. Während in der alten BRD eine deutliche Mehrheit das christliche Menschenbild aus Ausgangspunkt vieler Entscheidungen genommen hat, die den Menschen als Bestandteil der Schöpfung in das Prinzip der Gottgewolltheit der Welt einbezog, sind die Prinzipien der Selbstgerechtheit und der unbegrenzten Freiheit inzwischen auf dem Vormarsch.

Die heutige Abstimmung im Deutschen Bundestag ist die deutliche Aufforderung an die Kirchen und die ihnen verpflichteten Gläubigen daran zu erinnern, dass der Eingriff in die Existenz eines Anderen, insbesondere des noch im Werdungsprozess Begriffenen, ein unzulässiger Übergriff im Sinne der Unversehrbarkeit der Würde des Menschen bleibt. Es ist fraglich und wahrscheinlich auch einer Prüfung würdig, ob Artikel 1 des Grundgesetzes ‚Die Würde des Menschen ist unantastbar‘ durch eine Mehrheitsentscheidung wie die heutige in seinem Kern verstanden und ernst genommen ist. Die Gelegenheit, da ein Ausrufezeichen für die Würde zu setzen, ist verpasst.“

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